In Erftstadt Zuhause

Zuhause in Erftstadt

Gut leben in Erftstadt ist unser gemeinsames Ziel. Wir wollen gut wohnen, ortsnah einkaufen, mit Nachbarn und Freunden die Freizeit verbringen. Wir brauchen gute Verbindungen, effiziente Aus- und Weiterbildungsangebote und attraktive Arbeitsplätze.

Wir stehen zur Vielfalt der Stadtteile. Wir wollen Sie erhalten.

Erftstadt ist eine Flächengemeinde mit 14 kleineren und größeren Stadtteilen. Etwa je die Hälfte der Einwohner lebt in den beiden großen Stadtteilen Liblar und Lechenich sowie in den zwölf kleineren Stadtteilen. Jeder Stadtteil hat auch 50 Jahre nach der Gründung der Stadt seinen eigenen Charakter. Das ist auch gut so. Denn dies macht einen Teil der Vielfalt unserer Stadt aus.

Wir Sozialdemokraten stehen zur Vielfalt der Stadtteile. Wir wollen sie erhalten, indem wir:
  • für jeden Stadtteil ein passendes Stadtteilkonzept erarbeiten
  • die alten Ortszentren erhalten und stärken
  • die vorhandene Angebotsstruktur sichern und ausbauen
  • auf den Ortsdurchfahrten Durchgangsverkehr vermeiden
  • Kulturdenkmäler schützen
  • Baulücken schließen
  • Grün- und Freiflächen erhalten und neue schaffen
  • vorhandene Nahversorgungsstrukturen stärken
  • unsere Stadtteile neu und besser an die innerstädtischen und regionalen Verkehrsnetze anbinden.

 

Liblar und Lechenich wollen wir als zentrale Stadtteile erhalten und ausbauen. Wir setzen uns besonders ein für:

  • die konsequente Fortführung des Masterplans Liblar
  • die Erarbeitung und Umsetzung des Masterplans Lechenich

Wir wollen, dass Erftstadt endlich zusammenwächst – nicht räumlich, aber ideell. Dazu bedarf es unter anderem eines ganzheitlichen Stadtentwicklungskonzeptes. Dabei wird ein neuer Flächennutzungsplan helfen.

Wohnen

Wir wollen ein passendes Wohnungsangebot für alle, ob jung, ob alt, ob reich oder arm, ob alleinlebend oder in der Familie. Die Anforderungen an das Wohnen haben sich in den letzten Jahren geändert. Deshalb müssen wir ältere Wohngebiete weiterentwickeln und neue bauen.

Wir legen besonderen Wert auf:

  • das systematische Schließen von Baulücken
  • verdichtete und flächensparende Bebauung
  • das Unterstützen alternativer Wohnformen, etwa von Mehrgenerationenhäusern oder Seniorenwohngemeinschaften
  • die Bereitstellung von Baugrundstücken zum Bau bezahlbarer und altengerechter Wohnungen, auch in den kleineren Ortsteilen
  • die Gründung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft
  • den Bau bezahlbarer Wohnungen für Studierende und Auszubildende
  • ein ganzheitliches Wohnkonzept
  • die energetische Verbesserung des bestehenden Wohnungsbestands
  • die Erstellung eines städtischen Wohnraum-Leerstandkonzeptes
  • die gleichzeitige Anbindung an den Nahverkehr
  • den Bau neuer Radwege
  • die Verlegung eines leistungsfähigen Glasfasernetzes

Wir wollen verstärkt Freiräume schaffen – zur Begegnung, zur Freizeitgestaltung oder auch einfach als Ruhezonen.

Wir müssen auch neue Baugebiete ausweisen. Wichtige Kriterien sind für uns dabei, dass:

  • der Bedarf dafür nachgewiesen ist
  • der typische Charakter der einzelnen Stadtteile erhalten bleibt
  • die notwendige Infrastruktur vorhanden ist oder gleichzeitig ausgebaut wird (beispielsweise Kindergärten und Schulen geschaffen werden)
  • sichergestellt ist, dass mit der Erschließung die notwendige Verkehrsinfrastruktur geschaffen wird
  • Eigentümerwohnungen und Mietwohnungen – sowohl öffentlich geförderte als auch freifinanzierte – gemischt sind
  • ortsansässige Familien die Chance erhalten, sich den Wunsch nach Eigentum zu erfüllen
  • die Stadt Grundstücke für Einfamilienhäuser direkt an Privatleute und nicht an Bauträgergesellschaften verkauft
  • Perspektiven für den genossenschaftlichen Wohnungsbau eröffnet werden
  • öffentlich geförderter Wohnungsbau nicht standortbenachteiligt wird (Verkehrsbelastung, Lärm, Staub etc.)
Sicher wohnen.

Gut wohnen kann nur, wer auch sicher wohnt. Die Menschen müssen sich sicher fühlen in unserer Stadt. Sie müssen frei sein von Angst vor Kriminalität und Verlust ihres Eigentums. Unter einem neuen Miteinander verstehen wir auch, dass Nachbarn aufeinander achtgeben, dass wir den Mut aufbringen, denen zu helfen, die in Gefahr sind.

Wir setzen uns für eine gut ausgestattete und gut ausgebildete Feuerwehr, sowohl der Hauptamtlichen- als auch Freiwilligen Feuerwehr ein. Wir unterstützen die Forderung nach einer neuen zentralen Feuer- und Rettungswache zwischen Liblar und Lechenich.

Wir fordern den Erhalt der Polizeiwache in Lechenich. Wir wollen, dass die Polizei schnell vor Ort ist, wenn ihre Hilfe benötigt wird. Sie muss auch Präsenz zeigen, an den Orten, an denen es immer wieder zu Konflikten kommt.

So genannte Angsträume (dunkle Tunnel, unbeleuchtete Plätze und Straßen), an denen sich Menschen unsicher fühlen, wollen wir verhindern. Oberstes Gebot ist es, sie schon in der Planungsphase zu vermeiden.

Natur und Umwelt.

Eine gesunde, naturnahe Umwelt ist ein zunehmend wichtig werdender Standortfaktor. Im Bereich Naturschutz haben sich die Erftstädterinnen und Erftstädter in den vergangenen Jahren erfolgreich eingebracht.

Wir setzen uns dafür ein, dass:

  • Erft und Rotbach weiter renaturiert werden
  • zusätzliche Grünzüge geschaffen werden, die Stadtteile und Biotope verbinden
  • Hecken- und Grünflächenanteile deutlich erhöht werden, mit Augenmerk auf einheimische Pflanzen
  • die Arbeit der Gartenbauvereine unterstützt wird
  • kulturhistorische Landschaftsformen, zum Beispiel die Streuobstwiesen und Heideflächen wiederhergestellt und naturnah bewirtschaftet werden
  • Ortsränder als schnell erreichbare, wertvolle Lebens- und Erholungsräume naturnah gestaltet werden
  • der Kleine Umweltpreis wiederbelebt wird, um auf diese Weise vorbildliche Aktivitäten in Schulen, Kindergärten und Jugendgruppen öffentlich herauszustellen
  • städtische Flächen ökologisch bewirtschaftet werden
  • städtische Ackerflächen bevorzugt an Öko-Landwirte verpachtet werden
  • in Erftstadt auf Pestizide verzichtet wird
  • Flächen und Gebäude im städtischen Raum zur Verbesserung des Mikro-Klimas und der Insektenvielfalt begrünt werden
Klimaschutz und Energiewende

Der Ausbau der erneuerbaren Energien bietet uns viele Chancen. Ländlich geprägte Städte wie Erftstadt haben hier klare Standortvorteile.

Unserer Ziele sind:

  • die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes
  • die Ausstattung aller öffentlichen Gebäude mit Solaranlagen
  • der Ausbau der Windenergie
  • die Unterstützung genossenschaftlicher Windkraft-Projekte für unsere Bürgerinnen und Bürger
  • ein erhöhter energetischer Standard in neuen Baugebieten und bei der Umgestaltung älterer Stadtteile
  • die energetische Sanierung der städtischen Gebäude
  • eine effiziente städtische Energiegesellschaft
  • eine stromsparende Straßenbeleuchtung
Einkaufen

Ein breites Angebot an ortsnahen Geschäften und Lebensmittelmärkten trägt maßgeblich zu einer guten Wohnqualität bei. Die Waren des täglichen Bedarfs sollten möglichst in jedem Ortsteil erhältlich sein.

Wir wollen:

  • eine möglichst hohe Bindung der Kaufkraft in Erftstadt
  • den weiteren Ausbau der beiden zentralen Einzelhandelsstandorte in Liblar und Lechenich
  • den Erhalt und die Stärkung bestehender Nebenzentren, sowie die Nahversorgung in den kleineren Stadtteilen
  • die Einbeziehung alternativer Versorgungslösungen, zum Beispiel genossenschaftliche Ansätze oder Nachbarschaftsläden
  • die Prüfung der Auswirkungen auf den existierenden Einzelhandel bei der Ansiedlung von größeren Einzelhandelsketten auf der Grünen Wiese
  • die regelmäßige Überarbeitung des Einzelhandelskonzeptes und der sogenannten Erftstädter Liste
Arbeiten

Die Zahl guter und dauerhafter Arbeitsplätze ist in den letzten Jahren gewachsen. Viele neue Betriebe und Unternehmen haben sich hier angesiedelt. Die Gewerbesteuereinnahmen – eine wichtige Säule des Erftstädter Haushaltes – steigen.

Wir stehen zu den einstimmig gefassten Beschlüssen, neue größere Gewerbegebiete zu schaffen. Hierzu zählen die Erweiterung des Wirtschaftsparks zwischen Lechenich und Liblar und des Gewerbegebietes in Friesheim. Dazu kommt das interkommunale Gewerbegebiet Barbarahof zwischen Kierdorf und Knapsack mit eigener Autobahnanbindung und ein weiteres größeres Gewerbegebiet zwischen Köttingen und Kierdorf, wenn hier eine ortsdurchfahrtfreie Anbindung geschaffen werden kann.

Wir setzen uns für eine Neustrukturierung bestehender Gewerbegebiete ein. Handlungsbedarf sehen wir unter anderem beim Gewerbegebiet Vogelsang in Liblar und beim Gewerbegebiet zwischen Köttingen und Liblar.

Wir wollen eine effektive Wirtschaftsförderung. Um auf Entwicklungen besser reagieren zu können, fordern wir die Erstellung von regelmäßigen Sachstandsberichten zu den Bereichen Handel, Gewerbe, Landwirtschaft und Gastronomie.

Wir setzen uns ein für:

  • die Einrichtung ortsnaher Arbeitsplätze inklusive Teilzeitarbeitsplätze. Wir lehnen prekäre Arbeitsverhältnisse und Ungleichbezahlung ab
  • den flächendeckenden Hochgeschwindigkeits-Internetzugang
  • die bessere Verzahnung von Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Öffentlichkeitsarbeit
  • eine stärkere Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen
  • die Vernetzung der Aus– und Weiterbildung sowie die Arbeitnehmerqualifizierung mit der ansässigen Wirtschaft
  • das konsequente Einhalten des Tariftreuegesetzes bei städtischen Aufträgen an Privatunternehmen
  • eine Initiierung von Pendlerbörsen und Mitfahrgelegenheiten